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DNA

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"Vaterschaftstest" bei Hunden - warum?

Die DNA, also das Erbgut eines Lebewesens, ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Selbst wenn man nur einige ausgewählte Stellen der DNA untersucht, so wird man die gefundene Kombination und Reihenfolge von genetischer Information so bei keinem zweiten Individuum finden. Die DNA ist unverwechselbar und fälschungssicher - und man hat sie immer dabei, in jeder Körperzelle.

Für die Erstellung eines DNA-Profils eines Welpen genügen daher schon die paar Zellen, die an einem Wattestäbchen hängenbleiben, mit dem man an der Schleimhaut im Mäulchen entlangstreicht. Auch aus einer Blutprobe kann die DNA isoliert und das gewünschte Profil erstellt werden.

Kennt man die Profile von Vater- und Muttertier und vergleicht sie mit dem des Welpen, so kann man mit großer Sicherheit sagen, ob der Welpe tatsächlich von ihnen abstammt. Auf diese Weise wird der Stammbaum, die "Ahnentafel" eines Hundes jederzeit beweisbar.

Für Olde English Bulldogges ist es seit der Anerkennung der Rasse durch den UKC schon Pflicht: die Erstellung eines DNA-Profils von jedem Zuchttier, damit für jeden Welpen die angegebene Abstammung vom Vater- und Muttertier zweifelsfrei bewiesen werden kann. So werden schon seit einiger Zeit von jedem OEB-Welpen Schleimhautabstriche aus dem Mäulchen nach Amerika zur Analyse eingeschickt. Nur wenn das Ergebnis mit den Genprofilen von Vater und Mutter übereinstimmt, wird der Welpe ins Zuchtbuch eingetragen und bekommt "Papiere". 

Seit 2010 werden im OBCE auch für den Vintage® English Bulldog solche DNA-Profile vorgeschrieben. Darüberhinaus wird von jedem Zuchttier zusätzlich eine Blutprobe eingelagert. Die Kombination von Backenabstrichen und Blut  hat mehrere Vorteile:

Das Genprofil ist ein Identitätsnachweis mit noch größerer Sicherheit als ein Microchip. Am eigenen Erbgut läßt sich nichts fälschen. Wenn nötig, ist daher die Identität des Hundes auch jederzeit neu überprüfbar - ober er nun entlaufen, entführt oder im Tierheim gelandet wäre.

Die eingelagerten Blutproben ermöglichen darüber hinaus aber auch weitere genetische Untersuchungen, z.B. auf Erbkrankheiten - selbst für solche Tests, die heute noch gar nicht existieren, kann später auf die eingelagerte DNA zurückgegriffen werden.

Ihnen als Besitzer geben die DNA-Profile von Welpen und Elterntieren die Sicherheit, daß die Ihnen ausgehändigten Papiere nicht erfunden und vom Züchter selbstgemalt sind, sondern Identität und Abstammung ihres Hundes jederzeit beweisbar sind, und daß Ihr Züchter und der OBCE e.V. durch diesen zusätzlichen Aufwand Sorge tragen für die Zukunft und die Gesundheit der von uns geliebten Rassen.
 

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